{"id":1109,"date":"2013-01-16T07:21:07","date_gmt":"2013-01-16T07:21:07","guid":{"rendered":"http:\/\/quantumcinema.uni-ak.ac.at\/site\/?p=1109"},"modified":"2018-10-29T07:23:44","modified_gmt":"2018-10-29T07:23:44","slug":"further-information","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/quantumcinema.uni-ak.ac.at\/?p=1109","title":{"rendered":"Further Information"},"content":{"rendered":"<p>VISUALISIERUNG VON ASPEKTEN DER WELTFORMEL<br \/>\nDas Quantenkino-Projekt erarbeitete die visuelle Erschlie\u00dfung von bisher rein abstrakten h\u00f6herdimensionalen geometrischen Konzepten zur Beschreibung von Quantenph\u00e4nomenen. Dazu wurde ein h\u00f6herdimensionales bewegtes Raummodell in 3D-animierter digitaler Geometrie in die vierdimensionale Raum-Zeit mittels 5-dimensionaler Raumzellen in Bewegung eingebettet. So k\u00f6nnen so genannte \u201eZusatzdimensionen\u201c (D&gt;3) erstmals in filmischen Abl\u00e4ufen visualisiert werden. Damit wird ein mental fassbarer Zugang zu h\u00f6heren Raum-Dimensionen geschaffen.<br \/>\nDer Begriff \u201eWeltformel\u201c wird \u00fcblicherweise vereinfachend f\u00fcr das gr\u00f6\u00dfte R\u00e4tsel in der Physik des 20. Jh., die Inkompatibilit\u00e4t zwischen Quantenmechanik und Spezieller Relativit\u00e4tstheorie, verwendet. Zahlreiche brillante mathematische Konzepte f\u00fcr verschiedene vereinheitlichte Theorien des 20. Jh. (Nordstr\u00f6m 1916, Theodor Kaluza 1921, Roger Penrose\u2018s Twistor Theorie, Garret Lisis E8, String Theorie) gelten aufgrund der zur mathematischen Beschreibung n\u00f6tigen \u201eZusatzdimensionen\u201c mangels Anschaulichkeit als nicht vollst\u00e4ndig bewiesen.<br \/>\nDas Quantum Cinema_ 6D Model dient zu Visualisierung der Beschreibung eines Teilchens; zwei Teilchen ben\u00f6tigen bereits 7D. Ein sechsdimensionales Grundmodell basiert auf einer 5-dimensionalen Raumgeometrie, die in der Quasi-Kristallographie zur Untersuchung h\u00f6herdimensionaler Quasikristalle (entdeckt 1984 von Shechtmann, Nobelpreis 2011) angewandt wird. Dabei wurde das irregul\u00e4re Muster, das die Ebene im Goldenen Schnitt teilt (bekannt als Penose-Tilings, Roger Penrose, 1974), der 2-dimensionale Querschnitt des f\u00fcnfdimensionalen Raumes f\u00fcr mathematische Operationen im komplexen Zahlenraum, adaptiert.<br \/>\nDer von Renate Quehenberger entdeckte Polyeder (\u201eEpitaeder\u201c (E\u00b1) teilt den Raum im Goldenen Schnitt. E\u00b1 repr\u00e4sentiert die 5D-Raumzelle des Penrose Kites &amp; Darts Musters, was auch mit Roger Penrose selbst er\u00f6rtert wurde.\u00a0<a href=\"http:\/\/quantumcinema.uni-ak.ac.at\/site\/expert-talk\/s\">http:\/\/quantumcinema.uni-ak.ac.at\/site\/expert-talk\/sir-roger-penrose\/<\/a><br \/>\nGleichzeitig gilt nun auch das 2.500 Jahre alte R\u00e4tsel um Platos \u201eF\u00fcnftes Element\u201c als gel\u00f6st. Die \u201eQuintessenz ergibt sich n\u00e4mlich aus der Zusammensetzung des Epitaeders zum 5-dimensionalen Dodekaeder (vergleichbar mit dem 120 cell). Darin werden jene komplexen Strukturen des Raumes in sechs unterschiedliche Raumrichtungen automatisch sichtbar, was allerdings nur mittels 3D-Animation gelingt. Ein Hinweis auf dessen Existenz erscheint schon im Isis-Mythos: der Knoten im Kleid der G\u00f6ttin; ein Grund, warum die \u00c4gypter das Geheimnis h\u00fcteten und kein weiteres Interesse an der Wissenschaft zeigten: F\u00fcr sie war damit gekl\u00e4rt, dass alle m\u00f6glichen Raumsymmetrien, die die Materie zur ihrer Emergenz ben\u00f6tigt, damit vollzogen werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<ul>\n<li>Das Quantenkino \u00f6ffnet in Verbindung von Technologie und Kunst den digitalen visuellen Zugang zu den von Platon als \u201eSchemata\u201c bezeichneten Formen. Die Programmierung und 3D-Animation\u00a0des 5D-Raumelements (E*) erzeugen \u201eganz von selbst\u201c\u00a0Bilder der komplexen \u00dcberschneidungen, Kreise und ineinander verschachtelten Polyderformen. So werden die \u00fcber die Vorstellungskraft hinausgehenden M\u00f6glichkeiten von Symmetrien der Hyperraum-Konfigurationen als 3D-animierte Geometrie im komplexen Ablauf = \u201eKino\u201c) erstmals visuell als \u201eQuantenkino\u201c erlebbar gemacht. Rektor Bast spricht bereits von \u201eQuanten\u00e4sthetik\u201c.<\/li>\n<li>QC-3D animierte Geometrie in Bewegung zeigt den komplexen Ablauf (= \u201eKino\u201c) dieser Symmetrieelemente in der 5. Dimension, die unmittelbar zum kosmologischen Modell des dodehaedrischen Raumes (H. Poincar\u00e9, 1904) f\u00fchren.<\/li>\n<\/ul>\n<p>W\u00e4hrend die Modelle zur Teilchenbeschreibungen auf Basis der Gruppentheorie algebraisch bisher rein abstrakt vorliegen, gelingt durch die Verwendung dieses Polyeders als Symmetrieelement zur Visualisierung von gruppentheoretischen Beschreibungen von Quantensystemen als Rotationen und Transformationen der Raumstruktur ein r\u00e4umlich visualisiertes \u201eQuantenkino\u201c-Erlebnis.<br \/>\nDieses im QC-Projekt entwickelte Visualisierungstool kann somit der Erforschung von mathematisch beschriebenen Hintergrundstrukturen, die quantenmechanischen Prinzipien gehorchen, und Beweisen f\u00fcr die Kontextualit\u00e4t dienen (Michel Planat).<br \/>\nDie QC-Visualisierungen zeigen das Ph\u00e4nomen \u201eZeit\u201c als geometrisch umgesetzte digitale Lorentztransformation (4D) in kontinuierlicher Transformation des Hyperdrids nach 5D zum Verst\u00e4ndnis des Ph\u00e4nomens von Licht als Dualit\u00e4t von Teilchen und Welle, eingebettet in den 6D- Raum, der Quantenwelt. Das bisherige R\u00e4tsel wird so erstmals kontinuierlich erfassbar und die Unvereinbarkeit zwischen Relativit\u00e4tstheorie und Quantenmechanik ART und QM l\u00f6st sich ganz simpel auf.<br \/>\nDas QC-6D-Modell ist geeignet, das \u00fcbliche 3D-Raum + 1D-Zeit Modell abzul\u00f6sen und in 6D zusammenzufassen. Sechs Dimensionen f\u00fcr den Raum, in dem wir leben, und sechs f\u00fcr den Raum, denn ein Teilchen, ergeben zusammen zw\u00f6lf Dimensionen, was z. B. die bisher unerkl\u00e4rlichen, von der String-Theorie ben\u00f6tigen elf Dimensionen pl\u00f6tzlich ganz einfach erscheinen l\u00e4sst.<br \/>\nBob Coecke (Prof. f. Mathematik, arbeitet an den Grundlagen der Quantenphysik in Oxford) meint dazu:<br \/>\n\u201eRenate Quehenberger verwandelt die mystifizierenden Aspekte der Quantenphysik in nicht-trivial verbildlichte Quantenkino-Filme, um die Informations-Allee der physikalischen Realit\u00e4t aufzukl\u00e4ren.\u201c<br \/>\n<strong>Quantum Cinema \u2500 a digital Vision\/Quantenkino \u2500 eine digitale Vision <\/strong>ist der Titel des k\u00fcnstlerischen Forschungsprojektes von Peter Weibel und Renate Quehenberger an der Universit\u00e4t f\u00fcr angewandte Kunst, das vom \u00f6sterreichischen Wissenschaftsfond FWF im Rahmen des Programms zur Entwicklung und Erschlie\u00dfung der K\u00fcnste (PEEK) gef\u00f6rdert wurde.<br \/>\nUnterst\u00fctzt wurde die k\u00fcnstlerische Grundlagenforschung\u00a0von WissenschafterInnen der Forschungsbereiche Anthropologie der K\u00fcnste mit der Philosophin Elisabeth von Samsonow, der Experimentellen Quantenphysik mit Helmut Rauch (ATI) und der Mathematik mit Hellmuth Stachel und Martin Bl\u00fcmlinger (beide TU Wien).<br \/>\nAn der k\u00fcnstlerischen Umsetzung waren Studenten der Digitalen Kunst (Nikola Tasic und Kathrin Stumreich) sowie der Art und Science Klasse (Rudi Friemel), des CAD- und Animations-Designers Christian Magnes sowie Dr. Hans Katzgraber als mathematischer Berater beteiligt.<br \/>\nDas Quantenkino-Projekt m\u00f6chte mit seiner Verschr\u00e4nkung von digitaler Kunst und\u00a0Quantenphysik\u00a0in der\u00a0Grundlagenforschung\u00a0als Beispiel f\u00fcr hochqualitative k\u00fcnstlerische Forschung dienen.<br \/>\n<strong>Quantum Cinema Ausstellung im Angewandte Schauraum im Museumsquartier<\/strong><br \/>\nDie Ausstellung vermittelt die Forschungsergebnisse als Inszenierung des Menschen (Skulptur, Osamar Zatar), eingebettet in die h\u00f6herdimensionale Welt: Im Zentrum stehen die QC-Entdeckung, Platons 5. Element, die 5D-Raumzelle (Epitaeder, E\u00b1) und der daraus zusammengesetzte Epita-Dodekaeder.<br \/>\nDie im Projekt entwickelte 3D-animierte Geometrie des Quantenkinos enth\u00fcllt komplexe Raumstrukturen mit darin enthaltenen geometrischen Figuren und visualisiert die Quantenwelt bis hin zum Poincar\u00e9-Universum in Print und Film.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>VISUALISIERUNG VON ASPEKTEN DER WELTFORMEL Das Quantenkino-Projekt erarbeitete die visuelle Erschlie\u00dfung von bisher rein abstrakten h\u00f6herdimensionalen geometrischen Konzepten zur Beschreibung&hellip; <a class=\"read-more\" href=\"https:\/\/quantumcinema.uni-ak.ac.at\/?p=1109\">Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-1109","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/quantumcinema.uni-ak.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1109","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/quantumcinema.uni-ak.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/quantumcinema.uni-ak.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/quantumcinema.uni-ak.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/quantumcinema.uni-ak.ac.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1109"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/quantumcinema.uni-ak.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1109\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1305,"href":"https:\/\/quantumcinema.uni-ak.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1109\/revisions\/1305"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/quantumcinema.uni-ak.ac.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1109"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/quantumcinema.uni-ak.ac.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1109"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/quantumcinema.uni-ak.ac.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1109"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}